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Umsonstkino 3: Die fetten Jahre sind vorbei

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Es ist wieder soweit! Der letzte Mittwoch des Monats steht wieder ins Haus, am 24.06.09 geht das Umsonstkino mit dem Film „Die fetten Jahre sind vorbei“ in die dritte Runde.

Im JKC (Homepage)
am 24.06.09 um 19:30

Mit Die fetten Jahre sind vorbei brachte Regisseur Hans Weingartner die Politik zurück in den deutschen Film. Im Zentrum seiner Geschichte stehen die drei Klein-Revolutionäre Jan, Peter und Jule (Daniel Brühl, Stipe Erceg und Julia Jentsch), die mit lustigen Einbrecher-Streichen in Bonzen-Villen die Hausbesitzer verunsichern wollen. Als der verfrüht heimkehrende Geschäftsmann Hardenberg (Burkhart Klaußner) sie bei einer „Aktion“ überrascht, wird er kurzerhand gekidnappt und in eine abgelegene Alpenhütte abtransportiert.

Hier beginnt das eigentliche Herzstück des Films, denn genau genommen ist Die fetten Jahre sind vorbei ein Diskurs-Film: Hier trifft Idealist auf Realist, Jung-Revoluzzer auf Alt-68er, Systemkritik auf Angepasstheit – und über jeder Debatte hängt die Frage: Wer hat jetzt eigentlich „recht“? Eine Frage, die kaum zu beantworten ist, und Weingartner ist (trotz einer nicht zu leugnenden Sympathie für seine jungen Systemfeinde) klug genug, das auch nicht zu versuchen. Intelligent und fair betrachtet er stets beide Seiten der Medaille, lässt jedem guten Argument ein nicht weniger überzeugendes „Ja, aber …“ folgen, und leistet so weit mehr, als „nur“ einen politischen Film zu machen. Die fetten Jahre sind vorbei ist gleichermaßen gesellschaftliche Bestandsaufnahme, Verarbeitung der 68er-Vergangenheit, Hinterfragung der Sinnhaftigkeit politischen Widerstands in einer entpolitisierten Zeit – und letztlich doch eine Kampfansage ans Dasitzen und Nichtstun. Mit einem provokativen Ende sorgt Weingartner dafür, dass sein Film für den Zuschauer auch nach dem Abspann weitergeht – in der persönlichen Auseinandersetzung darüber, wie man das Gesehene (und Gehörte) jetzt eigentlich versteht und bewertet. Die fetten Jahre sind vorbei zwingt seine Zuschauer dazu, nicht nur eine Meinung zu beziehen, sondern über diese auch genau nachzudenken. Und das hat im deutschen Film wirklich lange keiner mehr geschafft. — Frank-Michael Helmke

Umsonstkino für Alle

Umsonstkino 2009

Schluss mit Nostalgie
Bei den hohen Preisen an Kinokassen, erinnern sich, vorallem ältere Menschen, gerne an die Zeiten, wo man für einen Pfennig ins Kino gehen konnte. Aber das muss nicht sein, denn Heute gibts Kino für Lau! Am letzten Mittwoch eines jeden Monats laden wir euch ins Jugend-Kultur-Cafè in Kamen ein, mit uns einen Film zu sehen, und ggf. darüber im Anschluss zu diskutieren.
Das Umsonstkino ist nicht nur speziell für Jugendliche gedacht, sondern für jeden, der Lust auf gute Filme hat – Wenn eure Großeltern also nicht glauben wollen, dass es Kino billiger als „damals“ gibt, dann lasst sie sich selbst überzeugen und bringt sie mit.

Den Anfang macht diesen Monat der Film „Edelweißpiraten“, über die Ehrenfelder Widerstandsgruppe, die 1944 gegen das NS-Regime kämpften. Der Film zeigt eindringlich ein Stück Geschichte des antifaschistischen Kampfes in Deutschland.

HINWEIS:
Menschen mit rechter oder rechtsextremistischer Gesinnung haben auf unseren Veranstaltungen nichts verloren. Angehörige rechter oder nationalistischer Parteien und Gruppierungen, sowie Menschen mit sexistischen, rassistischen oder anderweitig Menschenverachtenden Ideologien werden gar nicht erst reingelassen. Die Veranstalter behalten sich das Hausrecht vor.